Sankya

Originaltitel:
(Sankya)
Besetzungen:

Prilepin, Zakhar / Siebelt / LTT Tübingen, Ralf

Schauspiel

Eine mitreißende Geschichte von Revolte, Liebe und Verrat.

Sankya, der jugendliche Held, ist Mitglied einer militanten regimekritischen Gruppierung. Nach heftigen Krawallen in Moskau ist ihm die Sicherheitspolizei auf der Spur. Er flieht aufs Land und lebt vom spärlichen Gehalt der Mutter, die unter schlechtesten Bedingungen in einer Fabrik arbeitet und dem Leben ihres Sohnes völlig verständnislos gegenübersteht. Bald glaubt Sankya sich sicher und nimmt wieder Kontakt mit seiner Freundin auf – doch er gerät in einen Hinterhalt und wird verhaftet. Im Gefängnis wird er Opfer von Folter und Erniedrigung. Was Spiel war, ist plötzlich blutiger Ernst.

Zakhar Prilepin, der mit diesem sozialrealistischen Roman an Gorkis MUTTER anknüpft, kritisiert bestehende Verhältnisse und zeigt drastisch die Dynamik der politischen Radikalisierung und die fatalen Folgen von Gewalt.
Prilepin wurde 1975 in Nischni Nowgorod geboren. Er studierte an der dortigen Universität und nahm 1996 und 1999 als Kommandant der OMON-Polizeitruppen an Kämpfen in Tschetschenien teil.
Prilepin erhielt 2008 den Russian National Bestseller Award und 2009 den Bunin Literaturpreis.