Zur Geschichte des LITAG Theaterverlags

Der LITAG Theaterverlag steht seit Jahrzehnten für kluges Unterhaltungstheater, literarische Qualität und den lebendigen Austausch zwischen den internationalen Theaterkulturen. Gegründet wurde der Verlag 1981 von Angela Kingsford-Röhl, die mit sicherem Instinkt für Stoffe, Autoren und Publikum früh internationale Perspektiven eröffnete. Bereits unter ihrer Leitung entstanden enge Kontakte zu vorrangig britischen und israelischen Dramatikern, die das Profil des Verlags nachhaltig prägten.

Ab 2010 führte Eva Giesel den Verlag mit großer künstlerischer Weitsicht weiter. Unter ihrer Leitung entwickelte sich LITAG zu einer der wichtigsten Adressen für moderne französische Konversationskomödien im deutschsprachigen Raum. Neben brillanten Komödien brachte sie zahlreiche zeitgenössische Stimmen aus Frankreich erstmals nach Deutschland und erweiterte das Repertoire damit entscheidend um französische Gegenwartsdramatik.

Zu den prägenden Autorinnen und Autoren des Verlagsprogramms zählen unter anderem Joshua Sobol, Hanoch Levin, Martin Sherman, David Wood, David Harrower, Willy Russell, die Erfolgsautoren von The Mischief Comedy (The Play That Goes Wrong u.a.) sowie die prägenden Stimmen der französischen Komödie wie Eric Assous, Francis Veber, Alexis Michalik, Flavia Coste und Sébastien Castro. Auch die deutsche Musiktheaterszene ist mit Namen wie Peter Lund und Thomas Pigor prominent vertreten.

Ab 2026 beginnt für den LITAG Theaterverlag ein neues Kapitel unter der Geschäftsführung von Anatol Preissler. Neben der Pflege des erfolgreichen Komödienrepertoires werden einige neue zukunftsweisende Schwerpunkte gesetzt: Das Kinder- und Jugendtheater rückt wieder stärker in den Fokus. Junge Autorinnen und Autoren erhalten bewusst Raum, ihre Stimmen auf die Bühne zu bringen. Gleichzeitig werden die von Angela Kingsford Röhl begründeten Kontakte zu israelischen Autorinnen und Autoren erneut intensiviert und in die Gegenwart weitergeführt.

So verbindet der LITAG Theaterverlag auch in Zukunft internationale Offenheit mit klarer künstlerischer Haltung, populäres Unterhaltungstheater mit literarischem Anspruch und Tradition mit mutiger Erneuerung.