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Sobol, Joshua

Der 1939 in Israel geborene Joshua Sobol begann seine internationale Karriere 1982 mit WEININGERS NACHT, das 1989 verfilmt und mehrfach preisgekrönt wurde. Bereits kurz nach der Uraufführung in Haifa im Mai 1984 wurde sein Stück GHETTO weltweit bekannt. Den ersten Aufführungen in Haifa folgte die vielgelobte deutsche Premiere unter der Regie von Peter Zadek, und Theater heute wählte Stück und Produktion zum besten ausländischen Stück des Jahres. Zur Zeit wird das Stück nach einem Drehbuch von Joshua Sobol in Litauen verfilmt.
Das Werkverzeichnis der Stücke Joshua Sobols ist eindrucksvoll. Allein in deutscher Übersetzung liegen derzeit mehr als 20 Theaterstücke vor, auf die europäische Erstaufführung warten vier neue Werke. Eines davon ist gerade ins Deutsche übertragen worden und wird seine DSE noch in dieser Spielzeit im Wiener Theater Drachengasse erleben: STRANGERS/FREMDE.
Mit seinem jüngsten Stück AUGENZEUGE (iWITNESS, UA: Tel Aviv, Regie: Paulus Manker) hat Joshua Sobol wieder einmal seinen Ruf als politischer Dramatiker unterstrichen und in Israel für hitzige Debatten gesorgt. Er behandelt den Fall Franz Jägerstätters, eines österreichischen Wehrdienstverweigerers, der 1943 von den Nazis hingerichtet wurde. Ein historischer Stoff, der besonders in Sobols Heimat eine brisante aktuelle Dimension hat, denn der Autor schlägt eine Brücke zu den sogenannten "Refuse-niks" – israelischen Soldaten, die die Teilnahme an Einsätzen in den besetzten Gebieten verweigern.
Sobol in einem Interview: Diese Soldaten sind keine Pazifisten, aber sie lehnen es ab, in die Territorien zu gehen. Das ist ein schwieriges Thema. Einerseits bin ich der Meinung, dass wir uns auf unsere Armee verlassen können müssen, andererseits stehe ich in totaler Opposition zur Unterdrückung der Palästinenser. Es gibt keine Rechtfertigung für den Terror gegen israelische Zivilisten. Doch bei den gezielten Anschlägen unserer Armee kommen Unschuldige ums Leben, das ist auch eine Form von Terrorismus
 

 
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Solès, Benoît

Benoit Solès schloss die Classe Supérieure d’Art Dramatique de Paris mit dem Diplom ab. Er debütierte in Musikproduktionen von Roger Louret – „La Java des Mémoires wie „Les Années Twist““ – die mit einem Moliére ausgezeichnet wurden. Man sah ihn in zahlreichen Fernsehserien ((Julie Lescaut, Profilage, RIS, Alice Nevers, Boulevard du Palais…) wie Telenovelas (Le Juste, La Pompadour, Louis XV le soleil noir, Le Chasseur, L’Affaire Salengro) und Kinoproduktionen. Hier seien Namen angeführt wie André Téchiné (La fille du RER), Vijay Singh (One Dollar Curry), Michel Blanc (Embrassez qui vous voudrez), Ramesh Aravind (Butterfly) et Éva Ionesco (Une Jeunesse dorée). Im Theater spielte er unter der Regie von Thierry Harcourt die Rolle des «Le Talentueux Mr Ripley», «La Journée des Dupes et Les Vacances de Josépha» unter der Regie von Yves Pignot. Benoit Solès schrieb und spielte in «Appelez-moi Tennessee». Unter der Regie von Gilbert Pascal war er mit Sarah Biasini in «Bash» zu sehen. 2015 bekam er die Titelrolle in «Cyrano de Bergerac» – Regie: Henri Lazarini. Er gestaltete die Rolle von Hyppolite in dem Stück «Rupture à Domicile» von Tristan Petitgirard (als Autor für einen Molière nominiert).

 
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Steinwender – REGISSEUR, Markus


 
Der gebürtige Salzburger studierte zunächst Computerwissenschaften an der Universität Salzburg, bevor er sich mit seinem Schauspielstudium am Brucknerkonservatorium Linz dem Theater zuwandte. Nach seiner Ausbildung spielte er u. a. am Landestheater Salzburg und wirkte bei vielen freien Produktionen mit. Von 2001 bis 2004 war er Ensemblemitglied am Jungen Theater Konstanz.
 
Markus Steinwender ist Gründungsmitglied der theaterachse, eines freien Theaters in Salzburg, bei dem er 1998 zum ersten Mal Regie führte. Mittlerweile hat er über 30 Inszenierungen als Regisseur erarbeitet, bei mehreren davon auch das Stück geschrieben; zuletzt bei den Uraufführungen „Heidi“ nach Johanna Spyri (2014), „20.000 Meilen unter den Meeren“ nach Jules Verne (2009), beide für das Theater des Kindes in Linz, „Odyssee“ nach Homer (2010) für MAZAB in Salzburg und „Projekt Zukunft“ am Theater Erlangen (2013). Er inszenierte bisher u.a. am Theaterhaus Jena, am Theater des Kindes in Linz, am kleinen theater in Salzburg, an der Landesbühne Wilhelmshaven, am Theater Erlangen und am Vorarlberger Landestheater.
 
2007 gewann Markus Steinwender den ersten Salzburger Kulturplakatpreis für sein Plakat zu Goethes Faust 1. 2008 gründete er die künstlerische Projektplattform MAZAB mit dem Schwerpunkt zeitgenössisches Theater. Mehrere seiner Inszenierungen waren bereits zu Internationalen Festivals eingeladen, u.a. zum "Internationalen Shakespeare Festival" im Globe Neuss und zum "Int.Festival für junges Publikum schaexpir" in Linz. 2014 ist seine Inszenierung des eigenen Stücks "Heidi" nach Johanna Spyri für den STELLA14, den Preis für herausragendes Theater für ein junges Publikum in der Kategier "Herausragende Produktion für Kinder" nominiert.
 
Von 2003 bis 2012 war Steinwender künstlerischer Leiter des „Salzburger Sommertheaters“ und von 2009 bis 2014 im Vorstand des Dachverbands der Salzburger Kulturstätten. Von 2007 bis 2013 leitet er als Mitglied des künstlerischen Leitungsteams das „kleine theater“, ein Haus der freien Szene in Salzburg, dabei auch fünf Jahre in der Position der Geschäftsführung. Seit 2014 ist er im Fachbeirat Darstellende Kunst des Salzburger Landeskulturbeirats. Markus Steiwender lebt derzeit in Salzburg und Wien.

 
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Ullmann, Volker

Volker Ullmann – Autor, Regisseur, Schauspieler und Bühnenfechtmeister

Als ausgebildeter Schauspieler war Volker Ullmann unter anderem am Theater in Bochum und am Hamburger Thalia Theater engagiert. In London absolvierte er zusätzlich eine Ausbildung als Bühnenfechtmeister, der zahlreiche Inszenierungen folgten. (Staatstheater Saarbrücken, Deutsches Schauspielhaus Hamburg, Staatsoper Wien) In Hamburg gründete er die staatlich anerkannte »Stage School of Dance and Drama«, sechs Jahre später den Ullmann Verlag für Film, Fernsehen und Theater, der durch eine Schauspielagentur erweitert wurde. Nach fünfzehn Jahren hat er sich von allen Unternehmen getrennt, um sich ganz auf das Schreiben zu konzentrieren.

Volker Ullmann war Co-Autor u.a. von den Fernsehfilmen „“Künstlerpech““, „“Schuldig auf Verdacht““, „“Alles für die Katz““ und „“Hausbesuche““. Mit dem Autor Thomas Finn schrieb Volker Ullmann die Theaterstücke „Robin Hood, König von Sherwood Forest““, „“D’Artagnans Tochter & die drei Musketiere““ sowie „Störtebeker““. Mit dem Autor Roland Mörchen verfasste er die Theaterstücke „Der Mann mit der eisernen Maske““, „Der letzte Mohikaner““, „“Dracula““, „Die Schwarze Tulpe und die drei Musketiere““, „“Der Medici-Mord““ sowie „Es war einmal in Chicago““.

Buchpublikation: „“Fechten für Theater, Film und Fernsehen““.

 
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van Parys, Simon

Simon van Parys      
Simon van Parys wurde 1967 in Gent (Belgien) geboren und wuchs in den Niederlanden auf. Von 1991 bis 1995 studierte er Schauspiel in Leipzig. Nach dem Studium arbeitete er 1995 bis 1998 am Kinder- und Jugendtheater Thalia Theater Halle. Danach lebte er als freier Schauspieler und Regisseur in Berlin.
 
Seit 1993 ist er ein Drittel des Musik-Comedy-Trios „Herbert, Horst  und Heinz“, für das er auch die Texte schreibt. Juli 2005 tritt er zum ersten Mal mit seinen Solo-Liederabend „Fünferklee“ auf. Ab dem Jahr 2003 ist er fester freier Mitarbeiter an der theatrale in Halle (Saale) und ab 2006 ist Mitglied der Leitung dieses größten freien Theaters Sachsen-Anhalts. Seit 2006 lebt er in Halle (Saale).
 

 
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