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Litag Theaterverlag GmbH
Angela Kingsford Röhl

DIE STÜCKE
(Autoren A-Z)

[ A B C D E F G | H I J K L M N | O P Q R S T U V W X Y Z ]


Flann O'Brien

In Schwimmen-Zwei-Vögel
Bearbeitung: Audrey Welsh
(At Swim-Two-Birds, Ü: Harry Rowohlt)
6 H, 1 Dek

Eine irische Phantasie, die versuche zu schildern wer will ...
Ein Student namens Bran liegt im Bett und schreibt ein Buch, das von einem Mann namens Trellis handelt, der im Bett liegt und ein Buch schreibt. Erschwerend kommt hinzu, daß die handelnden Personen sich selbständig machen und gegen ihren Autor verschwören.

 

Flann O'Brien
Hugh Leonard

The Saints Go Cycling In
(The Saints Go Cycling In, Ü: Kara McKechnie)
2 D, 7 H, 1 Dek

Mick und Hackett, Iren reinsten Wassers, haben entdeckt, dass der Weltuntergang mal wieder kurz bevorsteht: Der Theopneustiker de Selby hat eine Substanz entwickelt, die nicht nur die Gestalten der Vergangenheit heraufbeschwört, sondern auch absolut tödlich wirken kann. Zugleich betreibt Sergeant Fottrell ein geheimes Weltrettungsprogramm, in dem er konsequent gegen Fahrräder vorgeht, die, nach der berühmten Mollykültheorie, Hauptfeind Nr. 1 des Menschen sind. In einer schwierigen konzertierten Aktion versuchen Mick und Fottrell in ihrem Hauptstützpunkt, der Bar von Mrs. Laverty, die Welt gemeinsam zu retten ...

Peter O'Donnell

Die Rache des Mister F.
(Mr. Fothergill's Murder, Ü: Geriet Schieske)
1 D, 3 H, 1 Dek

Ein Thriller
Mister F. ist ein Wesen von einem fernen Planeten und ziert als Stoffpuppe das Wohnzimmer seines Erfinders, des Kinderbuchautors Martin Hayne. Als dessen Frau seinen Mord plant, erwacht die Puppe zum Leben und beschützt ihren Schöpfer.

Michael O`Neill

Preisgegeben
s. Jeremy Seabrook

 

Kate O'Riordan

Gier der Finsternis
(The Jaws Of Darkness, Ü: Manuela Gatzky)
3 D, 2 H, 1 Dek

Madeleine ist seit einem Jahr trocken; sie ist voller Zuversicht und lebt glücklich mit ihrer Tochter und John, ihrem neuen Freund, einem namhaften Schriftsteller. Vielleicht wird sie sogar ihren alten Job als Journalistin wiederaufnehmen können. Doch dann verführt sie der Freund wieder zum Trinken und vergewaltigt ihre Tochter; hilflos lässt sie es zu.

Alisa Olmert

Fantasie für ein Klavier
(Fantásia Lifssantèr, Ü: Ruth Melcer)
2 D, 2 H, 1 Dek

Anna, polnische Jüdin aus Israel, reist auf der Suche nach ihrer Vergangenheit in ihre alte Heimat. Sie findet das Dorf und schließlich das Haus, in dem sie ihre Jugend verbracht hat und aus dem sie von den Deutschen verschleppt wurde. Je länger Anna die jetzigen Bewohner befragt, desto stärker kommen Schuldgefühle, Angst und schließlich Hass ans Licht. Unter den Trümmern des Hauses, das die Bewohner in völliger Hysterie selbst demolieren, kommt am Ende das Klavier zum Vorschein, auf dem Anna in ihrer Jugendzeit gespielt hat.

George Orwell

Farm der Tiere
Bearbeitung: Nelson Bond
(Animal Farm, Ü: Dieter Nürnberger, Angela Kingsford Röhl)
7 Personen

Eine szenische Lesung
"Alle Tiere sind gleich, doch einige sind gleicher." Eine Parabel voller Tiefe und beißendem Spott. Mit diesem Stoff begründete Orwell seinen Weltruhm.

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Dagmar Papula

Die Brüder Grimm
2 D, 2 H, 1 Grunddek

Jakob und Wilhelm Grimm beugen sich von morgens bis abends über Bücher, sammeln Märchen und erforschen die deutsche Sprache. Da kommt das leibliche Wohl oft zu kurz. Jakob hat die Lösung: Einer muss eben heiraten. Der Jüngere opfert sich und nimmt die Apothekerstochter Dörtchen zur Frau. Jakob bleibt selbstverständlich bei ihnen. Das Leben für die Wissenschaft geht weiter, wenn auch noch einige Schicksalsschläge auf das Trio warten. In der Not werden sie auf recht unkonventionelle Weise von Bettina von Arnim unterstützt.

 

Simon van Parys

Das Dekameron                   
Schauspiel nach Giovanni Boccaccio
3 D, 2 H


Für ein erfindungsreiches Ensemble
Besonders geeignet für Freilichtspiele


Als im Jahre 1348 die Pest in Florenz wütet, flieht eine Handvoll Adeliger aus der Stadt zu den Hügeln hinaus. Dort vertreiben sie sich die Zeit mit raffinierten Liebesgeschichten, die sie sich gegenseitig erzählen und gleichzeitig auch vorspielen. So muss jede der Anwesenden abwechselnd in diverse Charaktere aus diesen Geschichten schlüpfen und improvisieren. Doch dabei treten natürlich auch die wahren Gefühle der Adeligen für einander zu Tage.
Die Geschichten, wie auch die eigentliche Realität, drehen sich vorwiegend um die Fragen der Liebesmoral, wobei die triebhafte Liebe das beherrschende Moment bildet.

Miki Peleg Rothstein

Bis auf die Haut   Leseprobe
(Pchuta; Deutsch von Angela Kingsford Röhl)
1 D, 1 Dek

Ausgezeichnet als Best Solo Play 2007 vom Israeli Netto Theatre Festival.

Mira ist sieben Jahre als und führt Tagebuch wie einst Anne Frank. Ihr leiblicher Vater hat sich abgesetzt. Ihre taubstumme Mutter weiß nicht, wie sie sich und ihre beiden Töchter ernähren soll und setzt eine Partnerschaftsanzeige in die Zeitung. Es meldet sich ein älterer Mann. Er verspricht Mira ein eigenes schönes Zimmer, doch das kleine Mädchen muss auf dem alten Sofa im Wohnzimmer schlafen. Vier Jahre lang wird sie von ihrem Stiefvater missbraucht.
Ihre Umwelt fängt das verstörte Mädchen nicht auf. In der Schule wird sie dafür bestraft, dass sie „schwierig“ ist. Ihre eigene Mutter ist unfähig, vielleicht sogar unwillig, den wahren Charakter ihres neuen Mannes zu erkennen und ihr Kind vor ihm zu schützen. Die Selbstzerstörungswut des jungen Mädchens nimmt immer schlimmere Formen an ...

Brian Phelan

Auf toten Gleisen
(The Signalman's Apprentice, Ü: Gert Omar Leutner)
3 H, 1 Dek

Sehr ordentlich geht es in dem Stellwerk zu, das Albert Bloomfield seit über 40 Jahren leitet. Tag für Tag verrichtet er mit seinem Assistenten Alfred ein peinlich genaues, fast rituelles Arbeitspensum, wofür er freitagabends pünktlich den Lohn abholt. Warum haben Albert und Alfred solche Angst vor einem Lehrling, der ihrem Stellwerk - anscheinend durch einen bürokratischen Fehler - zugeteilt wird?

 

Alan Plater

Ich verbinde mit Peggy
(Peggy for you, Ü: Angela Kingsford Röhl)
2 D, 3 H, 1 Dek

Vor ihr zittert die Theaterwelt. Was gut ist und was schlecht ist, bestimmt nur sie - und sie hat immer recht. Die Verlegerin Peggy Ramsay ist zu Lebzeiten bereits Legende. Sie herrscht in ihrem engen Büro - das übrigens früher als Bordell diente - im Zentrum Londons und empfängt Produzenten, Theatermacher und ihre Autoren. Sie setzt sich bedingungslos für neue Talente ein, tyrannisiert sie, formt sie und bürgt für sie, wenn sie im Gefängnis landen. Doch das bunte, fast shakespearianische Treiben nimmt eines Tages eine überraschende Wende ...
Das Erstaunliche an diesem theatralischen Szenario: Es ist tatsächlich alles so passiert. Nicht nur war Peggy Ramsay eine reale Person, sie war auch wirklich eine leidenschaftliche, literaturbesessene Verlegerin, die ihre Autoren förderte, stützte, forderte, formte, brüskierte, quälte - unter ihnen der Autor dieses Stückes selbst.

Sharon Pollock

Blutsverwandt
(Blood Relations, Ü: Ingrid Rencher)
4 D, 3 H, 1 Dek

1892: Lizzie Borden steht unter Mordverdacht. Sie soll ihre Eltern mit 45 Axthieben erschlagen haben. Das nur aus Männern bestehende Gericht spricht sie frei, denn eine Gesellschaft, in der Töchter ihre Väter erschlagen, ist unvorstellbar und darf einfach nicht sein.

Bernard Pomerance

Der Elefantenmensch
(The Elephant Man, Ü: Angela Kingsford Röhl)
2 D, 7 H, 1 Grunddek

John Merricks Missbildungen sind so anstößig, dass er aus London verjagt wird und nicht einmal mehr auf Jahrmärkten auftreten darf. Er ist völlig mittellos, und der Tod scheint sein einziger Ausweg zu sein. Als aber der erfolgreiche Hofarzt Frederick Treves sich seiner annimmt, überschlagen sich die Zeitungen. Arzt und Patient werden rasch zum Mittelpunkt der High Society - ein Freak wird gesellschaftsfähig.

High in Vietnam
(High in Vietnam, Hot Damn, Ü: Angela Kingsford Röhl)
2 D, 6 H, 1 Grunddek

Eine Anti-Kriegs-Komödie
Im Vietnam-Krieg geht es Hunk und Stamp längst nur noch um Saigon-Shit oder Hanoi-Hasch; der Stoff wird im Gewehrmagazin aufbewahrt. Die GIs überlegen gemeinsam mit den Vietcongs, wie sie am schnellsten den Krieg verlieren können; zu Hause schmecken die Joints garantiert besser. Dort jedoch wenden sie ihre militärische Ausbildung auf das eigene Land an.

David Pownall

Meisterklasse
(Master Class, Ü: Franz Wille)
4 H, 1 Dek

Josef Stalin lädt in den Kreml ein; seine Gäste sind Prokofjew und Schostakowitsch. Bei Wodka und in ausgelassener Stimmung werden sie vor die Alternative gestellt, dem Formalismus zu entsagen und staatstreu für das Volk zu komponieren oder in der Ljubjanka zu verschwinden. Die musikalisch-ideologische Musikstunde wird zum Bumerang. Stalin und seinem Kulturkommissar Schdanow wird eine Lektion erteilt: Prokofjew und Schostakowitsch kommen mit heiler Haut davon.

Peter Probst

Rückkehr nach Sanssouci
2 D, 3 H, 1 Grunddek

Silvester 1990: Zwei Zombies vegetieren in einem Seitenflügel des Schlosses von Versailles vor sich hin, als der Ruf der Geschichte sie erreicht: Luc und François - Voltaire und Friedrich der Große - beschließen, wieder ins Leben einzusteigen. Drei Touristen aus Potsdam, die eine Buspauschalreise nach Paris, dem Zentrum der Dekadenz, gebucht haben, platzen in die Szene.

 

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Morna Regan Midden    Leseprobe
(Midden, Ü: Angela Kingsford Röhl)
5 D, 1 Dek.

Eine Geschichte von fünf Frauen, von drei Generationen und der Rückkehr einer verlorenen Tochter.
Die etwa dreißigjährige Geschäftsfrau Ruth, die gemeinsam mit einer Jugendfreundin in Amerika ein erfolgreiches Modegeschäft aufgebaut hat, kehrt zur Eröffnung der ersten irischen Filiale nach Hause zurück. Ihren amerikanischen Lebenspartner hat sie kurz vor der Hochzeit sitzen lassen, und auch der Empfang in der Heimat ist nicht so, wie eine verlorene Tochter ihn sich wünscht: Die geliebte Großmutter ist an Alzheimer erkrankt, das schon immer gespannte Verhältnis zur Mutter hat nichts von seiner Bitterkeit und seinem Zorn verloren, die jüngere Schwester kämpft um das Überleben ihres kleinen Unternehmens und um ihren Verlobten - nicht gerade das idealisierte Idyll, nach dem Ruth sich gesehnt hatte. Ihre Ankunft provoziert Streit, lässt alte Narben wieder aufbrechen und enthüllt gutgehütete Geheimnisse.


Unter dem Titel
Nabliebels
liegt das Stück auch in einer plattdeutschen Fassung von Herma Koehn vor.

 

Christina Reid

Irisches Porzellan
(Tea in a China Cup, Ü: Heidi Zerning)
5 D, 3 H, 1 Grunddek

Drei Generationen von Frauen. Wie ihre Mutter und Großmutter vor ihr gründet Beth ihr eigenes Heim und achtet als gute Protestantin darauf, ihren Tee nur aus irischem Porzellan zu trinken. Doch sie erkennt als einzige, dass Traditionen gerade die Frauen immer wieder zu Leidtragenden machen. Sie verlässt ihr Heim und den Mann, den sie aus Pflichtgefühl und nicht aus Liebe geheiratet hat, und wagt den Sprung ins Ungewisse.

 

Pascale Roze

Tolstoj in der Nacht
(Tolstoï La Nuit, Ü: Harald Riemann)
1 D, 1 Dek

Ein nächtlicher Monolog von Sofia Tolstoja, der Frau des berühmten Leo Tolstoj - frei nach ihrem Tagebuch. Das Genie und das Sendungsbewusstsein ihres Mannes verlangen Sofia Tolstoja einen Preis ab, der bis an die Grenze der Selbstaufgabe geht.

 

Willy Russell

Ausgestiegen, hiergeblieben!
(One for the Road, Ü: Angela Kingsford Röhl)
2 D, 2 H, 1 Dek

Eine Komödie
Dennis Cain wird 40 ...! Dass man so alt werden kann, will er kaum fassen. Gerade war er ein junger, freier Mann und jetzt fristet er mit Frau und Kind in einer pseudo-modernen Siedlung am Rande der Großstadt dem Ende entgegen. Pauline, Dennis' liebsorgende Gattin, kann die Midlife Crisis ihres Mannes nicht nachvollziehen. Sie findet alles toll und ist einzig um die Erziehung des Sohnes besorgt. Zu Dennis' Freudentag sind nun sein Kumpel Roger samt Gemahlin Jane, ein "Superweib", geladen ... Hochamüsante Irrungen und Wirrungen nehmen unaufhaltsam ihren Lauf.

Bildung für Rita
(Educating Rita, Ü: Angela Kingsford Röhl)
1 D, 1 H, 1 Dek

Eine Komödie
Die muntere Friseurin Rita belegt im Rahmen der Erwachsenenbildung einen Literaturkurs an der Universität und bringt frischen Wind in die Welt ihres desillusionierten Tutors. Aber je mehr sie sich den Konventionen des Bildungsbetriebs anpasst, um so mehr fühlt sie sich in ihrem alltäglichen Umfeld als Außenseiterin. Verträgt die Bildung so viel Rita, und verträgt Rita so viel Bildung?

Blutsbrüder - Das Musical
s. Musicals, Revuen, Stücke mit Musik

Blutsbrüder - Das Stück
(Blood Brothers, Ü: Elfie Seidensticker)
3 D, 2 H, 1 Grunddek

Mrs. Johnson, Mutter von fünf Kindern und von ihrem Mann verlassen, kommt durch ihre Putzstelle bei Mrs. Lyons gerade über die Runden. Da teilt ihr der Gynäkologe mit, dass sie Zwillinge erwartet. In ihrer Verzweiflung schließt sie mit der kinderlosen Mrs. Lyons einen fatalen Pakt: Sie wird ihr einen der Zwillinge abgeben unter der Bedingung, dass keiner von der Existenz des anderen erfahren soll, denn dann, so sagt eine alte Weisheit, werden beide unweigerlich sterben. Die beiden Jungen wachsen also getrennt auf, der eine reich, der andere arm. Doch eines Tages treffen sie sich zufällig beim Spielen und werden die besten Freunde - Blutsbrüder. Die Prophezeiung nimmt ihren Lauf.

Hirsche und Hennen
(Stags and Hens, Ü: Angela Kingsford Röhl)
5 D, 7 H, 1 Dek

Eine Komödie
Schauplatz der Handlung sind die Damen- und Herrentoiletten eines Tanzsaals. Linda und Dave wollen heiraten, doch am Abend vor der Hochzeit kommen Linda starke Zweifel. Sie will nicht das Los der vielen Hoffnungslosen in ihrem Kaff teilen. Sie will lieber abhauen und neu anfangen. Ihre Freunde sind über diesen Verrat entsetzt und wollen sie auf brutale Weise daran hindern, auszubrechen.

Shirley Valentine oder Die heilige Johanna der Einbauküche
(Shirley Valentine, Ü:Angela Kingsford Röhl)
1 D, 2 Dek

„Die Ehe ist wie der Nahe Osten, es gibt keine Lösung, du schüttelst alles hin und her, mal fällt es gut, mal schlecht für dich aus. Meistens bleibst du halt in Deckung.“ Sie würde gerne am Meer sitzen und Wein trinken, von der Sonne geküsst. Er bekommt einen Kulturschock, wenn er mehr als 20 km von Zuhause weg ist und gibt eine Vermisstenanzeige auf, wenn sie mal länger als 5 Minuten auf der Toilette bleibt. Nach 20 Jahren Ehe erklärt sie ihm, dass dies der Herd und das die Waschmaschine ist, und dass es besser ist, die beiden nicht zu verwechseln, weil es sonst Socken auf Toast gibt.
Was bitte ist das Rezept für das Ende der Heiligkeit in den Mauern der Einbauküche? Und was kommt danach? Dann entdeckt sie Christoph Kolumbus, oder war es Ludwig van Beethoven?
Die bittersüße Komödie einer Hausfrau.

Unter dem Titel
Frauke Petersen
liegt das Stück auch in einer plattdeutschen Fassung von Herma Koehn vor.

 

Royce Ryton

Meine Leichen, Deine Leichen
(The Unvarnished Truth, Ü: Heidi Zerning)
4 D, 4 H, 1 Dek

Eine Kriminalkomödie
"Ich liebe dich mehr, als du mich liebst". Nachdem dieser Satz gefallen ist, findet jede Frau, die den Raum betritt, auf unerklärliche Weise den sicheren Tod. Die Männer verschanzen sich verzweifelt hinter verschlossenen Fenstern und Türen, doch sie wissen genau: Die nächste Frau kommt bestimmt.

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Jeremy Seabrook

Herzensbrecher
s. Caroline Hutchison

 

Jeremy Seabrook
Michael O`Neill

Preisgegeben
(Life Price, Ü: Harald Müller und Ada Kadelbach)
6 D, 4 H, Doppelbesetzungen möglich, 1 Grunddek

Ein Kind aus der Nachbarschaft ist verschwunden. Schon bald vermutet man ein Verbrechen. Angst, Wut und Schuldzuweisungen brechen hervor. Die Befürchtungen bewahrheiten sich. Das Kind wird tot aufgefunden, der Mörder festgenommen. Die Familienangehörigen stehen plötzlich im Rampenlicht. Wie hatte die Tragödie passieren können?

 

Jack Sharkey

Einer zuviel
(A Gentleman And A Scoundrel, Ü: Gottfried und Inge Greiffenhagen)
1 D, 2 H, 1 Dek

Eine Komödie
Fred Dickson möchte von seiner angebeteten Chefin Jenny eine Gehaltserhöhung; sie schmettert erwartungsgemäß seine Bitte ab und weist auch seine Liebe zurück. Fred verkleidet sich als Rick, den tollen Texaner, und bewirbt sich bei Jenny um eine neue Stelle - und siehe da: Rick soll der Assistent von Fred werden! Richtig vertrackt wird es allerdings, als Jenny sich Hals über Kopf in Rick verliebt und Fred sein eigener Rivale wird.

 

William Shakespeare

Die lustigen Weiber von Windsor

Ein Sommernachtstraum

Hamlet

s. Norbert Kollakowsky

 

Martin Sherman

Bent - Rosa Winkel
(Bent, Ü: Angela Kingsford Röhl)
9 H, 1 Grunddek

Die Homosexuellen Max und Horst schleppen im KZ Dachau Steine - von einem Haufen auf den anderen. Das gemeinsame Schicksal bringt sie jedoch einander nicht näher. Erst als Horst zusammenzubrechen droht, gelingt es Max ihn zu einem - rein verbalen - Liebesakt zu verführen: ein subversiver Triumph über die Bewacher. Als Horst erkrankt und erschossen wird, stürzt Max sich in den elektrisch geladenen Zaun.

Messias
(Messiah, Ü: Heidi Zerning)
3 D, 2 H, 1 Grunddek

Sabbatai Zewi erklärt sich 1665 zum neuen Messias. Die Juden verlassen Haus und Hof, um dem neuen König zu folgen. Eine zweifelt an ihm - Rahel, eine intelligente junge Frau, die nur zweierlei anerkennt, Gott und ihren Verstand. Rahel, gemieden ob ihrer Hässlichkeit, behält recht: Sabbatai Zewi verrät den jüdischen Glauben und tritt zum Islam über.

 

Steve Shill

Ein feiner Film von Asche
(A Fine Film of Ashes, Ü: Jockel Tschiersch)
1 H, 1 Grunddek

Mit der Asche seines Vaters in einer Schuhschachtel fährt Michael ein letztes Mal nach Hause. In dem alten Wohnzimmer führen die Beiden ein heftiges Streitgepräch, so heftig, dass der Vater "verschüttet" wird. Ein dringender Anruf aus seinem Büro nötigt Michael, die zerstreute Asche aufzusaugen und hastig in die Schachtel zurückzuexpedieren.

Lavendelduft und Schukostecker
Co-Autor: Graeme Miller
(The Year They Changed The Wires, Ü: Jockel Tschiersch)
2 H, 1 Dek

Ein Regisseur und ein Schriftsteller müssen in einer Nacht ein Drehbuch fertigstellen. Sie treffen sich auf dem Land, um möglichst ungestört zu bleiben. Während der Autor sich von dem sie umgebenden Lavendel inspirieren lassen möchte, hat der Regisseur nur die Deadline im Kopf. Er zieht alle Register, um dem Poeten das gewünschte Ergebnis zu entlocken.

 

Arthur Smith

Live Bed Show
(Live Bed Show, Ü: Richard Leinweber)
1 D, 1 H, 1 Grunddek

Eine Komödie
Ein Mann und eine Frau im Bett. Im Traum durchleben sie die Stadien ihrer langjährigen Ehe. Ein Wunder, dass sie überhaupt zusammengefunden haben, ein Wunder, dass sie überhaupt noch zusammen sind. Aber im Traum lässt sich so manche Erinnerung versüßen.

 

Tom Smith

Die Funktion des Orgasmus
(Function Of The Orgasm, Ü: Wolf-Diether von Hardenberg)
2 D, 5 H, 1 Grunddek

Nach dem letzten Bankrott ist die Familie Reich nach Ostgalizien aufs Land gezogen. Vater Leon beginnt ein Tagebuch der "moralischen Verfehlungen" zu führen und bestellt seine Frau Cecile jeden Tag zur Beichte: Sie muss ihre lüsternen Gedanken offenbaren. Cecile verliebt sich in den Hauslehrer, und ihr Sohn Wilhelm belauscht die Beiden beim Beischlaf. Wilhelms Wissensdurst und seine Neugier sind kaum zu stillen. Er widmet sich der Erforschung der Sexualität: in der einen Hand den Eheratgeber der Eltern, die andere Hand unter dem Nachthemd des Dienstmädchens Roby.

 

Robin Soanes

Eine Sache des Staates
s. Andrea Dunbar

 

Joshua Sobol



A & B
(Alef Bet, Ü: Inka M. Paul, Johannes Klaus)
2 D, 2 H, 1 Grunddek

Die Katastrophe hat stattgefunden. Zwei Menschen haben überlebt und versuchen, sich zwischen notdürftig zugedeckten Leichen häuslich einzurichten, Chaos und Wüste zum Paradies zu erklären. Doch es nützt nichts, die Augen vor der Vergangenheit zu schließen: Die Toten werden auferstehen und die Lebenden von ihrem Ort vertreiben.

Adam
(Adam, Ü: Jürgen Fischer)
4 D, 8 H, 1 Grunddek

Die bewaffneten Anschläge der Untergrundbewegung im Ghetto von Wilna nehmen zu. Kittel verlangt die sofortige Auslieferung des Anführers, andernfalls wird er das Ghetto liquidieren. Doch Adam Rolenick, der anerkannte Führer des Widerstandes, ist selbst Befehlsempfänger; in Wahrheit wird die Bewegung von der Kommunistischen Partei geleitet. Die Widerstandskämpfer sind über diesen Betrug aufgebracht und zornig, die wichtigste Entscheidung im Moment aber ist: Dürfen sie einen Menschen opfern, um viele zu retten?
Dieses Stück ist der zweite Teil der "Ghetto"-Trilogie.

Alma A SHOW BIZ ans Ende
(Ü: Paulus Manker)
9 D, 13 H (Doppelbesetzungen möglich)

Ein Polydrama über die berühmte Alma MahlerGropius-KokoschkaWerfel, das die zahlreichen Facetten dieser Frau in immer neuen Begegnungen mit den Persönlichkeiten des Fin-de-siècle auffächert.

Alma
2 D, 5 H, 7 Dek

Ein an das Polydrama "Alma" angelehnter Bilderbogen, jetzt für die Schauspielbühne bearbeitet. Tochter Alma und Mutter Alma spielen die Hauptrollen in diesem Drama über Genius, Liebe, Männer und über die Rolle der Frau als Muse.

A Mentsch
Ein Stück über Mordechai Gebirtig
unter Verwendung seiner Lieder
12 Pers. Mehrfachbesetzungen möglich

Joshua Sobol ("Ghetto") hat ein Theaterstück mit den bekanntesten Liedern des osteuropäischen Dichters und Sängers Mordechai Gebirtig geschrieben. Im Mittelpunkt steht Mordechai Gebirtig selbst. Sobol verschmilzt Fiktion und Biografie, lässt Gebirtig mit den Figuren seiner Lieder zusammen treffen und spinnt ihre Schicksale an der Seite des dichtenden Tischlers zusammen.

Da ist zum Beispiel der windige Salek, der seine große Liebe Scheindl verlässt und die verwöhnte reiche Bailke heiratet. Scheindl gebiert eine Tochter, die sie vor Saleks Haustür legt, bevor sie sich im Fluss ertränkt. Salek verkauft das Kind an eine Prostituierte. Viele Jahre später trifft er als Freier seine inzwischen erwachsene Tochter wieder. Das Leben im Schtetl ist hart; auch Reizle, Gebirtigs Frau, wird von der Polizei brutal überfallen und vergewaltigt..

Mordechai Gebirtig wird durch seine besondere Poesie, mit der osteuropäisch beeinflussten Musik immer berühmter. Er bekommt sogar aus Amerika Angebote. Als jedoch die Nationalsozialisten ins Land einfallen, ist es zu spät. Alle Menschen aus seinen Liedern werden gefangen genommen und in die Lager geschickt. Ihr Schöpfer Mordechai Gebirtig wird am 4. Juni 1942 im Krakauer Ghetto erschossen.

Auge in Auge
(Ajin Baajin, Ü: Inka M. Paul)
2-3 Pers., 1 Dek

Ein blinder, alter Mann mit einem Koffer voller vergilbter Rechnungen und Revolutionsparolen, eine Mischung aus Penner und Tiresias, trifft in einem düsteren Schuppen auf einen jungen Mann. Ein Wechsel von Kleidern, Masken und Identitäten beginnt. Mit unvermuteter Vehemenz verteidigt der heruntergekommene Intellektuelle seinen Koffer mit den Phrasen seines Lebens und tötet den anderen.

Augenzeuge
(Ed Reiya/iWITNESS, Ü: Alice Baar)
4 D, 10 H, Doppelbesetzungen möglich, 1 Grunddek.

1943. In einer Zelle im Militärgefängnis wartet der Kriegsdienstverweigerer Franz Jägerstätter auf seine Hinrichtung. Seine stoische Unerschütterlichkeit im Angesicht des Todes droht ihn zum Märtyrer und Vorbild zu machen, daher haben die Militärrichter ihm ein Angebot gemacht: Wenn er den Einberufungsbefehl unterschreibt, wird das Todesurteil aufgehoben. Doch Franz weigert sich, er hält an seiner Gewissensentscheidung fest, allen Freunden und Feinden zum Trotz. Allein in seiner Zelle träumt sich Franz in die Vergangenheit, empfängt Besuch von Menschen, denen er wichtig war, die ihm wichtig sind. Und in seinem Kopf hört er immer wieder die Stimme Gottes, die ihm des Auftrag erteilte, dem er seither unbestechlich folgt.

Bloody Nathan
(Bloody Nathan, Ü: Ingrid Rencher)
1 D, 4 H, 1 Dek

Ein Schauspieler, der die Rolle des Nathan spielt, wird von Terroristen entführt. Der Hass der Terroristen richtet sich nicht nur gegen Andersdenkende oder -gläubige, sondern gegen den Menschen an sich: "Ich hasse an dir, dass du ein Mensch bist". Gewalt und Hass machen auch vor den Geiselnehmern untereinander nicht Halt.

Crocodiles
2 D, 5 H, 1 Grunddek

Gelassen wie Krokodile sitzen jeden Abend zwei Araber und zwei Juden am Meeresufer und konzentrieren sich darauf, ihre Atmung mit dem Herzschlag des Universums in Übereinstimmung zu bringen. In ihrer Welt sind Toleranz und Achtung für den anderen Selbstverständlichkeiten - doch dann bricht es über sie herein: Eine überaus amerikanische TV-Moderatorin auf der Suche nach der ultimativen Reality Show und zwei abgedrehte junge Leute, die sowohl geistig als auch geographisch etwas vom Wege abgekommenen sind, platzen in die ruhige Szenerie.
Englischsprachige Exemplare vorhanden.

Dorf
(Kfar, Ü: Ruth Melcer)
7 D, 12 H, 1 Grunddek

Yossi, das alterslose ewige Kind, geht auf den Friedhof und hebt ein Grab aus. Die Namen auf den Grabsteinen beschwören die Erinnerung an das kleine Dorf im Palästina des Jahres 1942, in dem Yossi seine Kindheit verbracht hat. Die Stärke seiner Träume lässt die Toten lebendig werden und aus den Gräbern aufstehen.
Das Stück endet mit der Gründung des Staates Israel im Jahre 1948. Die Engländer ziehen ab, der Araber Sayid muss das Land verlassen, irakische Truppen überfallen israelische Stellungen. Der Tod hält Einzug, und die Toten werden wieder zu Namen auf den Grabsteinen.

Falco
Ein Auftragswerk der Vereinigten Bühnen Wien

Gebirtig    Leseprobe
(Gebirtig, Ü: Anat Feinberg)
Kann von 7 Darstellern gespielt werden, 1 Grunddek

Ein Märchen mit Musik
Mordechai Gebirtig war der bedeutendste Volksdichter des osteuropäischen Judentums. Seine Gedichte wurden vertont und in Konzertsälen, auf der Straße und in den Ghettos gesungen. Joshua Sobol hat die Figuren und deren Geschichten zu einem modernen Märchen gewoben, in dem Trauer, Heiterkeit und Humor miteinander verbunden sind.
Ein wesentlicher Bestandteil dieses Werkes ist die Klezmer-Musik.

Ghetto
(Ghetto, Essener Fassung nach der Übersetzung von Jürgen Fischer)
5 D, 14 H (Doppelbesetzungen möglich), 1 Grunddek

1942 im jüdischen Ghetto von Wilna. Jakob Gens, Chef der jüdischen Ghettopolizei, arrangiert sich mit dem SS-Führer Hans Kittel. Sein Motto: "Arbeiten, um zu überleben." Um die Moral und den Lebenswillen der Juden zu stärken, will Gens ein Theater im Ghetto gründen. Er stößt auf Protest unter den Ghettobewohnern. "Auf einem Friedhof spielt man kein Theater."

Ghetto Wilna -
Erinnerungen aus dem 20. Jahrhundert

(Ghetto Wilna, Ü: Inka M. Paul)

Zusammenfassung von Szenen und Motiven aus der Ghetto-Trilogie zu einem abendfüllenden Stück.

Honig
(Dwasch, Ü: Ruth Melcer)
3 D, 4 H, 1 Dek

Nachum ist Imker mit Leib und Seele; er kann sich nicht vorstellen, je etwas anderes zu tun. Eva, seine Frau, teilt seine Ideale. "Das Land gehört nicht mir, es gehört allen". Die junge Generation im Kibbuz dagegen will das Gemeinsame auflösen, den Boden verkaufen und dem privaten Glück nachgehen: "Ein Haus, ein Auto, einen Garten, einen Hund". Doch auch ihre Pläne sind möglicherweise schon überholt. Der Makler Mosche will ein Kasino samt Luxushotel auf dem Kibbuzgelände bauen.

Das Jerusalem Syndrom
(Sindrom Yerusalayim, Ü: Jürgen Fischer)
6 D, 11 H, 1 Grunddek

Das Leiden des jüdischen Volkes als ein Jahrtausende altes Krankenblatt: das Jerusalem-Syndrom.
Eine Gruppe eigentümlicher Gestalten - Schauspieler, Überlebende einer Katastrophe oder Verrückte - probieren unter der Leitung eines Geschichtsprofessors ein historisches Schauspiel aus der Zeit des Jüdischen Krieges. Ein israelischer Soldat von heute wird zum römischen Besatzer, die eingeschlossenen Juden von damals erinnern an die Palästinenser von heute, die radikalen Zeloten ähneln den islamischen und jüdischen Fundamentalisten.

Kols letzter Anruf
(Ü: Sharon Nuni)
1 H

Kol war bis vor kurzem noch erfolgreicher Anwalt. Nun steht er im Vorhof des Gefängnisses, in dem ihn eine lange Haftstrafe erwartet. Mit nichts als seinem Handy als letzte Kontaktmöglichkeit versucht er, seinen letzten Fall abzuwickeln und dabei auch noch mit seiner besorgten Mutter und seiner Ex Klartisch zu machen.

Libera me
(Ü: Inka M. Paul)
2 H, 1 Dek

Der Vater versucht, seiner Familie zu entfliehen, und will in Ruhe aus dem Leben scheiden; doch der Tod in Freiheit bleibt ihm verwehrt, denn sein Sohn lässt ihn nicht los. Erst als sein Vater auf der Intensivstation im Krankenhaus liegt, erkennt der tyrannische Sohn, dass das wirkliche Geschenk der Liebe die Freiheit ist; so kann er schließlich die Schläuche lösen, an die der Vater gekoppelt ist.

Liebe in dunklen Zeiten / Love in Dark Times
(Ü: Sharon Nuni)
2 D
; 1 Dek.

Anda räumt auf, und zwar mit ihrem langjährigen Liebhaber, der sich mit einer Jüngeren aus dem Staub gemacht hat. Und mit ihrem Haus, das sie nun nicht mehr ertragen kann. Da schneit die deutsche Reporterin Petra herein, um sie über ihr Leben als Jüdin während des Zweiten Weltkriegs zu interviewen. Anda hat den Holocaust dank der Hilfe eines deutschen Wehrmachtoffiziers überlebt.
Petra forscht aber auch in eigener Sache. Sie hat Deutschland und ihren Eltern als junges Mädchen des Rücken gekehrt. Als sie ihren Vater nach 35 Jahren im Pflegeheim wiedersieht, streichelt er zärtlich Petras Hand. Der Name, mit dem er sie anspricht, hat allerdings nichts mit ihrem eigenen zu tun. Oder doch?

Die Palästinenserin
(Hap-Palestina'it, Ü: Jürgen Fischer)
4 D, 7 H, 1 Dek

Auf einem Uni-Fest am israelischen Unabhängigkeitstag provoziert die Palästinenserin Samira zusammen mit einem arabischen Freund die jüdischen Studenten mit der Parabel vom herrischen Wolf (Israel) und dem duldsamen Lamm (Palästina). Die israelischen Studenten schlagen Samira krankenhausreif, ihr Freund kann entkommen. Einer der Schläger freundet sich mit Samira an, die beiden verlieben sich.
Der Schauplatz des Geschehens ist ein Fernsehstudio in Israel. Nach einem von Samira geschriebenen Drehbuch wird ein Film gedreht, sie selbst soll ihn kommentieren.

Schneider und Schuster
(Ü: Inka M. Paul)
2 H, 1 Dek

Schneider und Schuster sind zwei Berufskomiker, die im Duett einen Streifzug durch die Geschichte und die Philosophie unternehmen, allerdings ohne zu wissen, dass sie sich bereits im Theater des Absurden befinden.

Schöner Toni
Eine Dramatisierung des Buches "Haus Deutschland" von Peter Finkelgruen
(Ü: Peter Finkelgruen, Gertrud Seehaus)
4 D, 8 H, 1 Grunddek

Eine kurze Zeitungsnotiz im Sommer 1988 wird für den Journalisten Peter Finkelgruen zum Beginn eines Abenteuers. Noch ahnt er nicht, dass es sich bei dem aus Italien abgeschobenen KZ-Aufseher Anton Malloth um den mutmaßlichen Mörder seines Großvaters, der 1942 in Theresienstadt umgebracht wurde, handelt. Joshua Sobol forscht dieser Vergangenheit nach, in der es nicht nur um Schuld und Sühne, sondern auch um die Geschichte verschiedener Generationen geht.

Silvester '72
(Silvester '72, Ü: Evelyn Iwersen)
1 D, 3 H, 1 Dek

Am Vorabend des Jom-Kippur-Krieges (1973) kommt der verlorene Sohn Joash aus dem Ausland zurück. Der Vater Gershon, eingesponnen in seine Erinnerungen an alte Kämpfe um ein freies Palästina, bereitet ihm nicht den ersehnten liebevollen Empfang. Die Schwester Dina empfindet seine Anwesenheit als Bedrohung. Nur ihr Mann Boas ist durch den wirtschaftlichen Erfolg der letzten Jahre in seinem Selbstbewusstsein nicht zu erschüttern.

Solo für Spinoza
(Solo, Ü: Jürgen Fischer)
3 D, 8 H, 1 Grunddek

Auf seinem Sterbebett suchen den Philosophen Baruch Spinoza noch einmal Figuren und Szenen aus seinem Leben heim. Er war schon früh mit der Jüdischen Gemeinde in Amsterdam in Konflikt geraten, denn in ihren Augen gefährdeten seine Ansichten ihre Chance, das volle Bürgerrecht in der jungen Republik der Niederlande zu erhalten; sie will ihn zum Widerruf zwingen. Spinoza bleibt unbeugsam - er stirbt einsam und verarmt, der jüdischen Gemeinde aber werden weiter ihre Rechte verweigert.

Strangers/Fremde
(Ü: Sharon Nuni)
1 D, 2 H, 1 Grunddek

Ein alter, geistig verwirrter Mann wird von einer jungen Ausländerin, die der Landessprache nicht mächtig ist, gepflegt. Eines Abends bricht ihr Freund ein und sucht Schutz. Er hält sich illegal im Lande auf, ist verwundet und wird verfolgt. Keiner kennt Kultur oder Sprache des Anderen, jeder ist auf den Anderen angewiesen.

Pressestimmen:
Theater Drachengasse Krone, Kurier, DS, ÖW, Unique

Die Todesangst der Zwiebeln UA Wien
(Ü: Ingrid Rencher)
2 D, 3 H
Ein Auftragswerk des Theaters Drachengasse


Es ist der Geruch der Todesangst, der uns mehr als alles andere mit neuem Leben erfüllt.

Fünf leitende Manager und Wissenschaftler sind zu einer geheimnisvollen Konferenz geladen. Eine Entscheidung muss getroffen werden über eine Droge, die ewiges Leben verspricht. Allerdings wurde sie noch nicht am Menschen getestet und macht im derzeitigen Stadium Frösche steril oder lässt sie bisweilen wie lebende Bomben explodieren. Mit Augen kalt wie Silbermünzen kalkulieren die fünf Risiken und Marktanteile – es geht schließlich darum, den Shareholdern Profite zu sichern, bevor ein Konkurrenzprodukt auf dem Markt auftaucht.

Untergrund
(Bamartef, Ü: Inka M. Paul)
5 D, 12 H (Doppelbesetzungen möglich), 1 Grunddek

Eine Typhus-Epidemie bricht im Ghetto von Wilna aus. Die Ärzte richten unter der Anleitung von Dr. Weiner eine geheime Seuchenstation im Ghetto-Krankenhaus ein und täuschen Normalität vor; die Nazis würden sonst das Ghetto dem Erdboden gleichmachen. Täglich lernen die Patienten eine neue Diagnose auswendig, um über ihren wahren Zustand hinwegzutäuschen.
Dieses Stück ist der dritte Teil der "Ghetto"-Trilogie.

Der Vater - Eine blutige Komödie
Co-Autor: Niklas Frank
(nach dem Buch "Der Vater" von Niklas Frank)
3 D, 2 H, 1 Grunddek

Joshua Sobol hat zusammen mit Niklas Frank dessen Buch über einen der mächtigsten Nazis, Hans Frank, dramatisiert. In einem mörderisch-grotesken Bilderreigen begegnen wir dem berüchtigten "Schlächter von Polen", sehen, wie er sich bereichert, sich in skurrile Eifersuchtsdramen mit Nazi-Kollegen verstrickt, Hitler unterwürfig verehrt und sich als eiskalte "Mordmaschine" betätigt.

Wanderer      Leseprobe   
(Ü: Ingrid Rencher)
1 D, 1 H, 1 Dek

Bob ist Doppelagent, d.h., er arbeitet für den israelischen Geheimdienst, der ihm befiehlt, eine palästinensische Frau aus den höchsten und wohlhabendsten Kreisen im Gaza-Streifen zu heiraten, damit er die Terroranschläge gegen Israel, die von dort aus organisiert werden, vereiteln kann. Bob ist allerdings schon mit einer Israelin verheiratet und Vater zweier Kinder. Er hält dem psychischen Druck nicht stand; er trinkt und verkommt. Seine Aufzeichnungen hat er zum größten Teil zerstört, die übrigen hat er unsortiert in Kartons verstaut.

Ana, eine junge Israelin, meldet sich auf eine Anzeige hin und versorgt Bob ... aber ihre Hauptaufgabe wird sein, die Papiere in den Kartons zu sichten und zu ergänzen. Ana arbeitet für die israelische Geheimpolizei. Aber das ist nur eine Möglichkeit. Wer ist sie wirklich? Ist ihre Identität überhaupt festzulegen?

In diesem Kampf um Verdrängen oder Erinnern entsteht eine Welt, in der sich die beiden Wanderer neu erfinden können.

Weiningers Nacht
(Nefesh Yehudi, Ü: Ingrid Rencher)
4 D, 4 H, 1 Dek

1903 erschießt sich der junge jüdische Philosoph Otto Weininger im Wiener Sterbehaus Beethovens. In wechselnden Begegnungen mit Freunden, Gegnern und vor allem mit seinem Doppelgänger wird die seelische Zerreissprobe analysiert, der Weininger ausgesetzt war. Hass gegen "das Weib", Hass gegen das Judentum, Hass schließlich gegen die eigene Person.

17 Top - Eine Gartenparty
(17 TOP, Ü: Verlagsfassung unter Verwendung der Rohübersetzung von Nela Bartsch)
10 D, 16 H, Mehrfachbesetzungen möglich, 1 Grunddek


Eine nächtliche Gartenparty irgendwo in den Staaten. Keiner kennt den Anderen, auch der Gastgeber ist allen fremd. Ein junges Computer-Genie, dessen Beratungshonorar eine Million Dollar pro Minute beträgt, hat sich ebenso unter die Gäste verirrt wie der Mann, der dringend ein Spenderorgan sucht, das Ehepaar, das den Kinderwunsch von genetischen Voruntersuchungen abhängig macht, die beiden Models auf der Suche nach dem ultimativen Fick und auch die alte Frau, die mit dem Umstellen ihrer Armbanduhr auf die Sommerzeit überfordert ist.

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Graham Swannell

Affären
(A State of Affairs, Ü: Richard Leinweber)
2 D, 3 H, 4 Dek

Eine Komödie
Vier Einakter über vier Affären und vier Ehen. Ehebrecher, Herzensbrecher, Schlappschwänze, alle werden in die Mangel genommen. Ehebruch währt eben nicht am längsten; erwischt wird jeder, und die Messer sind gewetzt.

 

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Stefanie Taschinski Mata Hari
4 D, 6 H, 1 Dek

Schauspiel mit musikalischen Einlagen
Der gewieften Friesin Margaretha Geertruida Zelle gelingt es, in der Rolle einer indischen Bajadere die europäischen Bühnen zu erobern. Sie wirft den Köder "Mata Hari" aus und muss nicht lange warten, bis die Pariser Salongesellschaft anbeißt.Wichtigste Weggefährtin ist ihre Hausangestellte Anna Lintjens. Sie ist es, die ihre "Grietje" immer wieder auf den Boden der Tatsachen zurückholt. Ob Mata Hari im indischen Wiegeschritt ganz Europa elektrisiert oder als Doppelagentin zum Tode verurteilt wird, nur Anna steht ihr in den entscheidenden Momenten zur Seite

Sushi-Girls
3 D, 2 H

Drei Freundinnen, die gemeinsam Jura studiert haben, treffen sich in "ihrer" Sushi-Bar, um in den dreißigsten Geburtstag der noch recht erfolglosen Rechtsanwältin Anne hineinzufeiern. An der Theke sitzt Stefan, der von seinem Blind-Date versetzt wurde. Auch Michael, der Noch-Beziehungspartner von Anne, gesellt sich zu der Gruppe. Beim beliebten Wahrheitsspiel wird immer klarer, dass Stefan nicht zufällig in der Sushi-Bar ist ... Anne will sich jedoch die Feier nicht verderben lassen; unauffällig rammt sie ihm ein herumliegendes Filetiermesser in die Rippen.

 

Debbie Tucker Green

Pressestimmen
zur Arbeit der Autorin: NZZ, TdZ
Schaubühne Berlin, DSE: Fr-online Schaubühne-Pressemappe
Bayerisches Staatsschauspiel München, Marstall: MM, AZ, SZ, TZ
Stoning Mary    Leseprobe  
Ü: Anja Hilling
11 Personen, Doppelbesetzungen möglich


Drei ineinander verzahnte Geschichten: ein Paar, das in den Klauen der Aids-Epidemie gefangen ist, aber nur ein Rezept für Medikamente hat; ein Elternpaar, dem man sein Kind weggenommen hat, um es als Kindersoldat in den Krieg zu schicken; und Mary – eine junge Frau, die gesteinigt werden soll, weil sie sich an einem Mörder gerächt hat. „Stoning Mary“ zeigt das Bild einer versehrten Gesellschaft, in der Aids und Bürgerkrieg alle Bindungen gelöst haben und jeder um das eigene Überleben kämpft.
Das Stück beinhaltet keine direkten Anspielungen auf Afrika. Alle Rollen sollen von Weißen gespielt werden.
 
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Rebecca Wackler

Die große Erleuchtung
s. Larry Larson

 

Michael Wall

Unter Barbaren
(Amongst Barbarians, Ü: Ulrike Essler)
4 D, 5 H, 4 Dek

Wegen Drogenschmuggels werden Bryan und Ralph nach malaysischem Recht in Penang zum Tode verurteilt. Sie und ihre angereisten Familien können das Urteil nicht fassen, halten es für einen schlechten Scherz und beschimpfen die "Barbaren". Dabei weiß keiner von ihnen so recht Bescheid, wo Penang überhaupt liegt. Sie können nichts ausrichten. Das Urteil wird vollstreckt.

 

Sadallah Wannus

Die Vergewaltigung
(Al-Igtisab, Ü: Friederike Pannewick)
4 D, 8 H (Doppelbesetzungen möglich), 1 Grunddek

Israel Anfang der 80er Jahre: Yitzak, Rahel und ihr kleiner Sohn sind eine glückliche Familie. Yitzak wurde in dem Glauben erzogen, dass er alles für "unsere Sache", d.h. für Eretz Israel tun müsse. Früh schon wurde er für eine Arbeit beim Geheimdienst ausersehen. Dabei begegnet er dem jungen Palästinenser Ismael. Yitzak soll ihn mittels Folter zu einer Aussage zwingen. Yitzak kommen Zweifel, die sein gesamtes Leben in Frage stellen.

 

Craig Warner

Zwei Fremde im Zug
nach einem Roman von Patricia Highsmith
(Strangers On A Train Ü: Bernd Samland)
2 D, 4 H

Zufällig kommen zwei Fremde im Zug ins Gespräch. Charles, alkoholkrank, ist ein Muttersöhnchen und hasst seinen Vater; Guy ist ein junger vielversprechender Architekt, der sich nicht mehr mit seiner Ehefrau versteht und eine Andere liebt.
Die Idee des perfekten Mordes wird geboren: Guy soll Charles Vater ermorden, und Charles soll Guys Ehefrau beseitigen. Es gäbe keine erkennbaren Motive und auch keinerlei Verbindung zwischen Opfer und Täter.
Doch Guy ist entschieden gegen einen solchen Plan und vergisst diese merkwürdige Begegnung im Zug. Bald darauf erreicht ihn jedoch die Nachricht, dass seine Ehefrau auf mysteriöse Weise umgekommen ist. Charles tritt wieder in sein Leben und fordert die Gegenleistung: Guy soll seinen verhassten Vater umbringen. Guy bricht unter dieser Erpressung zusammen; das Glück seiner neuen Ehe und seine Karriere stehen auf dem Spiel und die Drohungen von Charles werden immer perfider.
Auf genaue Anweisung von Charles vollbringt Guy letztlich den Mord an dessen Vater. Der von Charles geplante „perfekte Mord“ hat jedoch einen Schönheitsfehler: der Mörder hätte nur durch intime Kenntnisse des Hauses in das Arbeitszimmer des Vaters eindringen können.

1950 erschien dieser erste Roman von Patricia Highsmith, der ein Jahr später von Alfred Hitchcock verfilmt wurde.

Douglas Watkinson

Wohin Du willst, Liebling
(Let's Do It Your Way, Ü: Yvonne Sturzenegger)
2 D, 3 H, 1 Dek

Eine Komödie
Willy Walker will nicht mehr. Er gibt seinen Job auf, stellt das Telefon ab, verkauft sogar den Fernseher und will mit seiner Frau Nancy auf die äußerste der äußeren Inseln von Schottland ziehen. Doch Nancy hat ganz andere Pläne. Zwar willigt sie ein - "wohin du willst, Liebling" -, doch in Wirklichkeit überzeugt sie ihren Mann mit Hilfe der beiden Nachbarn Anna und Felix, daß die äußeren Inseln verdammt ungemütlich sein können.

 

Win Wells

Gertrude Stein und eine Begleitperson
(Gertrude Stein and a Companion, Ü: Heidi Zerning)
2 D, 1 Dek

Gertrude Stein sitzt, tief in Gedanken versunken, in ihrem Sessel; herein kommt Alice B. Toklas, ihre Lebensgefährtin - oder, wie Ernest Hemingway sie spöttisch zu nennen pflegte, "eine Begleitperson" - ganz in Schwarz gekleidet. An diesem Nachmittag ist Gertrude gestorben. "Tot ist tot" hatte Gertrude geschrieben, aber tot ist nicht "getan", nicht vorbei.

 

Ted Willis

Aber Herr Doktor!
nach dem Roman von Richard Gordon
(Doctor in the House, Ü: Angela Kingsford Röhl)
4 D, 5 H, 1 Dek

Eine Komödie
Der Inspizient tritt vor den Vorhang und stellt die dringende Frage: "Ist ein Arzt im Saal?" Prompt melden sich zwei, um den verstauchten Knöchel der Hauptdarstellerin zu verbinden. Als der Vorhang endlich aufgeht, sehen wir die Geschichte ihrer gemeinsamen Studentenzeit. Trotz mancher Fehldiagnose können alle Zuschauer am Ende der Vorstellung ohne Schaden den Saal verlassen.

 

Christa Winsloe

Sylvia und Sybille
6 D, 6 H und Ensemble

Berlin 1931. Bei den Jugendlichen der gutgestellten Gesellschaft stellen sich erste erotische Gefühle ein. Nur bei Sylvia nicht, obwohl sie von Fritz, der sich unsterblich in sie verliebt hat, heiß umworben wird. Als er sie jedoch zu sich nach Hause einlädt und sie seine Mutter kennenlernt, bricht auch in ihr ein ungeahntes Verlangen aus ...

 

Rainer Wochele

Straße ist ansteckend
1 D, 1 H, 1 Dek

Das Auto steckt im Schlamm, das Handy versagt und jetzt muss sich die toughe Chefin einer Modefirma auch noch die Sprüche eines Penners anhören, der ihr doch nur helfen soll, den Wagen wieder flottzukriegen. Allerdings sind es durchaus intelligente Sprüche, und so taut die blasierte Blondine sogar etwas auf. Aber erst mal setzt die unfreiwillige Begegnung von Entscheiderin und Randfigur Aggressionen frei: verbale und auch körperliche.

 

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Phil Young

Klare Sicht
(Crystal Clear, Ü: Angela Kingsford Röhl)
2 D, 1 H, 1 Dek

Richard, Diabetiker und auf einem Auge bereits erblindet, muss damit rechnen, sein Augenlicht ganz zu verlieren. Seine Freundin Jane will sich um ihn kümmern, Richard aber kämpft um seine Unabhängigkeit. Er verliebt sich in die junge, blinde Tom (Thomasina), doch die schickt ihn weg: Wer blind ist, braucht die Hilfe eines sehenden Menschen.

Kissing God
(Kissing God, Ü: Kerstin Lohr, James Mc Dowell)
2 D, 2 H, 1 Dek

Ein Anti-Drogen-Stück
"Kissing God" - so bezeichnete John Belushi von den Blues Brothers die Wirkung von Heroin. Mark versorgt Amy mit Drogen, um ihre Liebe zu gewinnen; sie will immer mehr, aber er will sie nicht kaputtmachen. Sie überredet ihn, ihr einen richtigen Schuss zu setzen; die Talfahrt für Beide beginnt.

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